Pokalviertelfinale 

 

HR – HTB (0:0) 5:4 n.E.

 

Das Flutlicht flackerte leicht, die Knie knirschten im Takt – und irgendwo zwischen Nostalgie, Ehrgeiz und Voltaren entwickelte sich ein echtes Spitzenspiel auf dem frisch gemähten Kunstrasen.

 

Schon beim Aufwärmen wurde klar: Hier geht es nicht um Tempo, sondern um Technik, das richtige Dehnen und um einen mannschaftlichen Auftritt. Während einige Spieler noch ihre Lesebrillen suchten, ließ der solide Schiedsrichter die Kapitäne antreten und es sollte losgehen.

Der Ball lief von Beginn an gut durch die eigenen Reihen und auch die neu formierte Viererkette inklusive Schlussmann Schultz überzeugte mit spielerischen Lösungen. HTB versuchte es hin und wieder mit kleinen Pressingsituationen, aber vor den Augen einiger Altherrenlegenden bewahrten wir auch hier die Ruhe und spielten uns aus den Situationen.

 

Nach vorne wurde es gerne über den sprintstarken Munzel gefährlich, wobei beim Abschluss die Genauigkeit fehlte. Es kam noch ein Abwehrbein dazwischen, der Schiedsrichter pfiff vor Aufregung Abseits oder wir waren zu ungenau im Abschluss. Kurz vor der Halbzeit erlaubte sich Maksi noch ein astreines Eishockeytackel (der Lange auf der Bank zuckte vor Schreck, er erinnerte sich kurz an seinen letzten Zweikampf gegen Maksi) und mit einem guten Gefühl ging es in die kurze Halbzeitpause.

 

Die Halbzeitpause wurde genutzt, um noch einmal festzuhalten, dass wir eigentlich eine richtig gute Halbzeit gespielt haben. Auch dem Trainerteam um den Langen fielen wenige Worte ein, die Granden Meese, Holly, Birk und Kay waren ebenfalls von der klar erkennbaren Handschrift des Trainers begeistert – nur nicht nachlassen hieß das Motto für Halbzeit Zwei.

 

In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel nochmal richtig Fahrt auf – also zumindest für Alte-Herren-Verhältnisse. Die taktischen Vorgaben wurden in die Pinnau geworfen, Wrob setzte noch einmal seinen freundlichsten Blick auf und dann ging es hin und her. Anfangs waren wir noch um Ordnung bemüht, aber mit schwindenden Kräften ging auch die Ordnung flöten und es entwickelte sich ein astreiner Schlagabtausch. Schulle rettete mit seinen Ausflügen hier und da noch einmal, Munzel und Sven flitzten fleißig die Außenbahnen rauf und runter, aber das Glück war noch nicht mit uns.

 

Dann kam das Elfmeterschießen. Die ultimative Prüfung für Nerven, Gelenke und Hüftbeuger. Den ersten Elfmeter von HTB schaute Schulle mit aller Seelnruhe am Pfosten vorbei und nacheinander verwandelten schlafwandlerisch sicher Maksi, Wrob, Philip, Matthiessen und Karakas – Summa Summarum ein Sieg und die verdiente Teilnahme am Halbfinale.

 

Schultz – Tiryaki, Karakas, Matthiessen, Klug – Munzel, Maksimovic, Wroblewsky, Worthmann – Yildiz, Boesten